Beim letzten Fokustreffen im digitalHub Aachen kam das Thema auf den Tisch: Vibe Coding funktioniert manchmal brillant — und manchmal produziert die KI kompletten Unsinn. Code der nicht kompiliert. Funktionen die nicht existieren. Architekturen die niemand bestellt hat.
Die übliche Reaktion: Das Modell ist zu dumst. Oder zu selbstbewusst. Oder einfach unzuverlässig. Meine These nach Jahren mit Sprachanalyse: Das Problem sitzt nicht in der KI. Es sitzt im Prompt. Und der Prompt verrät mehr über den Eingeber als über die Aufgabe.
„KI halluziniert nicht aus Bosheit. Sie interpretiert Lücken. Und Lücken entstehen aus deinem Kommunikationsprofil."
Was ein Prompt wirklich ist
Ein Prompt ist kein neutraler Befehl. Er ist ein Kommunikationsakt — mit allen unbewussten Mustern die jeder Kommunikationsakt mit sich bringt. Wer kinästhetisch denkt, schreibt anders als wer visuell denkt. Wer Überblick-Sortierer ist lässt Details weg die er für selbstverständlich hält. Wer weg-von motiviert ist beschreibt was er nicht will statt was er will.
Die KI kennt dein Profil nicht. Sie kennt nur den Text. Und wo der Text lückenhaft ist, füllt sie die Lücken — mit dem was ihr am wahrscheinlichsten erscheint. Das nennt man Halluzination. Es ist eigentlich nur Interpretation.
Die vier häufigsten Prompt-Muster die Halluzination erzeugen
1. Der kinästhetische Prompt
Kinästhetische Denker beschreiben wie sich etwas anfühlen soll — nicht wie es aussehen oder funktionieren soll. Das ist in einem Coaching-Gespräch wertvoll. In einem Coding-Prompt erzeugt es Rauschen.
"Mach das irgendwie flüssiger und intuitiver, so dass es sich natürlich anfühlt."
"Ladezeit unter 200ms, Modal durch Inline-Expand ersetzen, Bestätigungs-Dialog entfernen."
2. Der Überblick-Sortierer-Prompt
Überblick-Sortierer sehen das Große Ganze und denken in Zusammenhängen. Details gelten als selbstverständlich. Die KI kennt diesen Kontext nicht — und erfindet ihn.
"Bau mir einen Login mit den üblichen Sicherheitsstandards."
"Login mit JWT, bcrypt, Rate Limiting (5/min), CSRF-Schutz. Stack: Node.js, Express, PostgreSQL."
3. Der Weg-von-Prompt
Weg-von motivierte Menschen beschreiben präzise was sie nicht wollen — und lassen offen was stattdessen kommen soll. Die KI wählt dann selbst.
"Nicht so kompliziert wie vorher, weniger Code, nicht so unübersichtlich."
"Refaktoriere auf max. 30 Zeilen. Eine Aufgabe pro Funktion. Sprechende Variablennamen."
4. Der Modaloperatoren-Prompt
Zu viele Möglichkeits-Operatoren ("könnte", "vielleicht", "eventuell") erzeugen Ambiguität. Die KI interpretiert sie als Wahlfreiheit — und trifft Entscheidungen die du nicht getroffen hast.
"Könntest du vielleicht die Datenbankstruktur eventuell noch etwas anpassen?" — Was die KI hört: Alles ist verhandelbar. Sie passt an was ihr sinnvoll erscheint — oft vieles auf einmal.
Was PRIMA jetzt kann: Prompt-Analyse
PRIMA — der Primonetik-Assistent — hat einen neuen Tab. Du gibst deinen Prompt ein — so wie du ihn normalerweise schreiben würdest, nichts schönschreiben. PRIMA liest dein Kommunikationsprofil aus dem Prompt selbst heraus und analysiert:
| Was PRIMA erkennt | Was das bedeutet |
|---|---|
| Profil-Hypothese | VAKOG-Dominanz, Motivationsrichtung, Detailgrad — aus deiner Sprache gelesen, kein Fragebogen |
| Prompt-Diagnose | Konkrete Lücken, implizite Annahmen, Ambiguitäten die Halluzination erzeugen |
| Optimierter Prompt | Dein Prompt neu geschrieben — klar, spezifisch, KI-verständlich, sofort kopierbar |
| Dein Muster | Ein Satz der zeigt welches Muster typisch für deine Prompts ist — Lerneffekt für die Zukunft |
Unterstützte Anwendungen: Vibe Coding, Texterstellung, Analyse, Coaching-Interventionen, Marketing, E-Mail. Funktioniert mit Claude, ChatGPT, Cursor, Copilot und allen anderen KI-Systemen.
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